V.l.n.r.: Prof. Dr. Weiger (1. Vorsitzender Bund Naturschutz in Bayern e.V.), Herr Wein (Leiter Energieerzeugung Strom / Wärme), Herr Reng (Bereichsleiter Technik), Herr Krell (Ortsvorsitzender Bund Naturschutz), Prof. Kuttenreich (Werkleiter Stadtwerke Neuburg an der Donau)

Hintergrundinformation:

Schon während der rasch voranschreitenden Industrialisierung schafften vereinzelte Organisationen das Bewusstsein für den Naturschutz bei den Bürgern. Naturschutzvereine wie „Schönheit der Natur“, „Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen e.V.“ oder auch in der Arbeiterbewegung „Touristenverein Die Naturfreunde“ wurden um 1900 ins Leben gerufen. Im damaligen Preußen formierte sich 1906 in Berlin die „Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege“– Vorläufer des Bundesamtes für Naturschutz.

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern e.V. wurde unter der Schirmherrschaft von Kronprinz Rupprecht von Bayern 1913 gegründet. Erster Vorsitzender des BN wurde Professor Karl von Tubeuf, ein Münchner Forstwissenschaftler. Seit 2002 übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Weiger mit Sitz in Nürnberg. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern von 1975 des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), für diesen er auch seit 2007 als Vorsitzender fungiert. 2010 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Als unabhängiger Verband von öffentlichen Geldern können durch Spenden wirkungsvoll Maßnahmen für den Natur- und Umweltschutz getroffen werden. Ziele und Aufgabe des BN sind Arten- und Biotopschutz, Landnutzung und Umweltpolitik, Bildung und Beratung, sowie Kinder- und Jugendarbeit. Ohne den tatkräftigen Einsatz des Bund Naturschutz in Bayern e.V. wäre bspw. eines der beliebtesten Ausflugsziele in unserer Gegend der Donaudurchbruch bei Weltenburg mit seinem malerischen Kloster nun an einem riesigen Stausee gelegen.

Die Rolle der Stadtwerke Neuburg an der Donau:

Auch für die Stadtwerke Neuburg an der Donau steht der Naturschutz an erster Stelle. Eine nachhaltige Unternehmenskultur kann nur in corpore mit der Natur umgesetzt werden. Nicht nur mit Neuburgs Nahwärmekonzept, ausgezeichnet durch die bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner, auch mit der Mitgliedschaft im Förderverein AUEN-Zentrum seit 01.08.2016, bemühen sich die Stadtwerke Neuburg an der Donau deshalb um Umweltschutz.

Pressetermin vom 29.07.2016:

Am 29.07.2016 besuchte Prof. Dr. Weiger zusammen mit Günter Krell, Ortsvorsitzenden des BN, die Räumlichkeiten der Stadtwerke Neuburg an der Donau. Begrüßt wurden die Mitglieder des Bund Naturschutz von Werkleiter Prof. Kuttenreich, Herrn Reng (Bereichsleiter Technik), Herrn Großmann (Leiter Netzwirtschaft) und Herrn Wein (Leiter Energieerzeugung Strom / Wärme) bei einem Weißwurst-Frühstück. Das Nahwärmekonzept der Stadtwerke Neuburg entfachte schnell Begeisterung beim 1. Vorsitzenden des BUND. „Die Stadtwerke Neuburg sind ein Mut machendes Beispiel“, so Prof. Dr. Weiger, „denn die Energiewende besteht nicht nur aus erneuerbaren Energien, Ausstieg aus Kohle- und Atomenergie, sondern vor allem aus der intelligenten Nutzung von bereits vorhandenen Ressourcen.“ „Was momentan noch der Nachfrage von energieeffizienten Nahwärmeanschlüssen entgegenwirkt, sind die aktuell niedrigen Energiepreise wie bspw. von Öl.“, erklärte Prof. Kuttenreich. Alle Anwesenden waren sich einig, dass Stadtwerke eine Schlüsselrolle in der Energiewende spielen, denn sie seien in der Lage mit einer ganz anderen Qualität und Reichweite zu motivieren. Auch Günter Krell lobte das Engagement der Stadtwerke Neuburg an der Donau. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling betonte, dass mit der Notwendigkeit der Energiewende trotz allem die Wirtschaftlichkeit nicht aus dem Auge gelassen werden dürfe.

Nach einer kurzen Pressekonferenz und einem Eintrag in das „Blaues Buch“ der Stadtwerke Neuburg, gab es vorab für die Herren vom Bund Naturschutz eine exklusive Führung durch die Energiezentrale A4 bei Verallia. Herr Wein, Leiter Energieerzeugung, erläuterte ausführlich die Funktion der Energiezentren. Die Integration der industriellen Abwärme in unsere Energieerzeugungsanlagen ist der perfekte Hebel für zukunftssichere nachhaltige Energiepreisstabilität. Nahezu jede Industrie und Gewerbe erzeugt sogenannte Prozesswärme. Durch eine Wärmerückgewinnung können dadurch nicht nur die eigenen Gebäude beheizt werden, manche Betriebe erzeugen sogar Heizwärme-Überschuss, welche in Neuburg an die Kunden der Stadtwerke weitergegeben werden können.

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Prof. Dr. Weigers Eintrag in das „blaue Buch“ der Stadtwerke Neuburg an der Donau